Der Trend geht in Richtung „my home is my castle“: Unser Zuhause hat seit der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen, es soll Sicherheit, Wohlbefinden und Komfort bieten. Dabei sind Freiflächen wichtig: In der „Wohntrends»-Analyse von GEV wird der Balkon als unverzichtbar beschrieben; schon wenige Quadratmeter verbessern das Wohngefühl. Weitere Umfragen zeigen, dass sich die Wünsche verändert haben: 56 Prozent der Befragten nannten einen eigenen Garten als wichtiger geworden, aber nur vier Prozent der Mietangebote boten einen solchen; 50 Prozent wünschen sich einen Balkon, während nur 38 Prozent der Mietobjekte damit ausgestattet waren. Eltern legten zudem vermehrt Wert auf ein eigenes Zimmer für jedes Kind.
Warum der Sommer neue Wohnwünsche sichtbar macht
Sommer bedeutet Licht, Outdoor-Leben, Familienzeit und oft auch Urlaub. Gerade dieser Rhythmus lässt uns darüber nachdenken, wie wir wohnen. Viele haben in den vergangenen Jahren begriffen, dass ein Balkon oder Garten mehr Lebensqualität bringt; andere haben im Home-Office gemerkt, wie wichtig ein ruhiger Arbeitsraum ist. Die GEV-Analyse betont, dass wir während der Lockdowns viel Zeit zu Hause und im Garten verbracht haben, unsere Einkaufsgewohnheiten und die Art des Urlaubmachens überdachten und dass Entschleunigung, Klimaschutz und Wohlbefinden neue Priorität erhielten. Das Zuhause wird heute vielfach auch als Arbeitsplatz genutzt; das „Home-Office“ ist zu einem festen Bestandteil der Arbeitskultur geworden. Multifunktionale Räume und modulare Möbel helfen, Leben und Arbeit unter einem Dach zu verbinden. Wenn Sie also in diesem Sommer am Balkon gearbeitet oder im Wohnzimmer eine Online-Konferenz abgehalten haben, wissen Sie, wie wertvoll ein abgetrennter Raum sein kann.
Neben der Pandemie spielen auch klassische Lebensthemen eine Rolle. In der Baulinks-Umfrage von 2023 gaben knapp 90 Prozent der jungen Befragten an, Wohneigentum anzustreben, und 80 Prozent wollen bis zum 35. Lebensjahr ein eigenes Haus oder eine Wohnung besitzen. Rund 60 Prozent dieser Gruppe suchen ihr Wohnglück auf dem Land oder in einer kleinen Stadt. Der Wunsch nach klassischen Immobilien wie Einfamilienhaus, Eigentumswohnung oder Reihenhaus ist ungebrochen, und ein großer Garten oder zumindest ein geräumiger Balkon gilt für die meisten als Muss.
Das Gefühl: Vielleicht ist es Zeit für etwas Neues
Wenn die Tage kürzer werden und man den Sommer Revue passieren lässt, taucht manchmal ein latentes Gefühl auf: „So schön es hier auch ist, vielleicht ist es Zeit für etwas Neues.“ Das kann ein Wunsch nach mehr Platz sein, nach einem eigenen Garten für die Kinder oder nach einem ruhigen Home-Office. In einer LBS-Befragung wollten immerhin acht Prozent der Befragten aufgrund der Pandemie am liebsten umziehen. Eine berührende Anekdote aus dem Immobilienalltag beschreibt, wie ein Paar bei der Besichtigung eines Hauses im Garten stand und sich plötzlich vorstellen konnte, dort Frühstück im Freien zu genießen, ein Planschbecken im Sommer aufzustellen und Kindergeburtstage zu feiern – zum ersten Mal dachten beide, dass ein Haus doch zu ihnen passen könnte. Solche Bilder lassen aus einem vagen Wunsch eine konkrete Idee werden.
Vom Wunsch zum ersten Schritt: Wohnwünsche sortieren
Bevor Sie sich in Hauskataloge vertiefen, lohnt es sich, die eigenen Bedürfnisse zu sortieren. Dabei können folgende Fragen hilfreich sein:
- Platzbedarf und Zimmeranzahl: Das durchschnittliche Traumhaus bietet laut einer Interhyp-Studie rund 134 Quadratmeter Wohnfläche; Mieter haben im Schnitt nur 72,8 Quadratmeter zur Verfügung. Der Wunsch nach mehr Platz und mehr Zimmern ist für viele der wichtigste Grund für den Wechsel ins Eigenheim. In einer LBS-Umfrage würden 23 Prozent bei einem Umzug auf mehr Zimmer achten, und 62 Prozent der Eltern betonen, dass ein eigenes Zimmer für jedes Kind relevanter geworden ist.
- Freiflächen: Balkon, Terrasse, Garten: Ein Garten oder wenigstens ein großer Balkon steht ganz oben auf der Wunschliste. 34 Prozent der Befragten würden bei einem Umzug speziell auf Balkon oder Garten achten. 77 Prozent der Bauherr:innen möchten einen Garten, und 69 Prozent wünschen sich Balkon, Loggia oder Terrasse. Aktuelle Umfragen bestätigen diesen Trend: 56 Prozent erachten einen eigenen Garten als wichtiger, 50 Prozent einen Balkon. Denken Sie darüber nach, ob Sie Platz für Obstbäume, ein Beet oder einfach eine Sitzecke brauchen.
- Rückzug und Home-Office: Viele Menschen haben im Lockdown erfahren, wie wichtig ein abgetrennter Raum zum Arbeiten ist. 44 Prozent der LBS-Befragten arbeiteten während Corona im Home-Office, und der Wunsch nach Home-Office-Plätzen überwiegt weiterhin. Das bedeutet nicht, dass Sie ein großes Büro brauchen – manchmal reicht ein multifunktionaler Raum mit mobiler Trennwand.
- Familienzeit und Zukunft: Vielleicht denken Sie an die Zukunft Ihrer Kinder oder daran, im Alter barrierearm zu wohnen. In vielen Studien spielt das Einfamilienhaus eine Hauptrolle: 32 Prozent der Befragten der Interhyp-Studie möchten in ein solches einziehen, während andere auch Reihenhäuser und Eigentumswohnungen in Betracht ziehen. Wichtig ist, dass das Haus zum Lebensabschnitt passt – ob Single, Paar, Familie oder Pensionist:in.
- Lage und Umgebung: Die meisten Bauinteressent:innen streben eine ruhige Lage an. In der Wohntraumstudie ziehen 69 Prozent die ländliche Region oder Kleinstädte bis 50 000 Einwohner vor; junge Menschen in der Baulinks-Umfrage suchen ebenfalls eher auf dem Land. Gleichzeitig gewinnen gute Infrastruktur und schnelle Internetverbindung an Bedeutung.
Hausmodelle entdecken und vergleichen
Wer seine Wünsche sortiert hat, kann mit der Recherche beginnen. Unterschiedliche Haustypen bedienen unterschiedliche Bedürfnisse: Bungalows bieten Wohnen auf einer Ebene, Stadtvillen nutzen begrenzte Grundstücke optimal aus, Doppelhäuser sind für Bauherr:innen mit kleinerem Budget interessant, und große Einfamilienhäuser bieten viel Raum für Familien. Wichtig ist, die Grundrisse und Ausstattungen zu vergleichen und sich nicht von luxuriösen Extras blenden zu lassen. Viele Menschen beschreiben ihr Traumhaus als praktisch (62 Prozent), hell (61 Prozent) und bodenständig. Energiesparende Komponenten wie Photovoltaik und Solarthermie stehen ebenfalls hoch im Kurs. Die Pandemie hat zudem das Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschärft.
Nutzen Sie Beratungen und Musterhäuser, um einen Eindruck zu gewinnen.
Den Mut zum ersten Schritt finden
Nicht jede:r braucht sofort alle Antworten, um den ersten Schritt zu wagen. Viele Menschen zögern, weil sie glauben, erst das perfekte Grundstück, die komplette Finanzierung und den fertigen Plan zu brauchen. Tatsache ist: 34 Prozent der Befragten achten bei einem Umzug zunächst auf Balkon oder Garten, 30 Prozent möchten günstiger wohnen, und 17 Prozent denken an mehr Selbstversorgung – das sind grobe Richtlinien, keine fertigen Konzepte. Lassen Sie sich von Finanzierungsfragen nicht entmutigen. Junge Menschen wollen trotz schwieriger Lage ihr Eigenheim; 90 Prozent streben Wohneigentum an. Schritt für Schritt können Sie Ihr Projekt konkretisieren: vom ersten Budgetcheck über die Suche nach dem passenden Grundstück bis hin zum Bauansuchen.
Ihr Orientierungspartner auf dem Weg zum Eigenheim
Town & Country Haus versteht sich als Begleiter für angehende Eigenheimbesitzer:innen. Ob Sie eine kompakte Stadtvilla in Stadtnähe, ein gemütlichen Bungalow im Grünen oder ein Familienhaus mit Platz für mehrere Generationen suchen – wir unterstützen Sie mit Erfahrung, Beratung und bewährten Hausmodellen. Unsere regionalen Partner:innen helfen dabei, Ihren Wohnwunsch zu ordnen, einen klaren Kostenüberblick zu bekommen und das Bauansuchen professionell vorzubereiten.
Vielleicht ist es wirklich Zeit für etwas Neues. Wenn Sie beim Abschied vom Sommer das Gefühl haben, dass Ihr Zuhause nicht mehr ganz zu Ihren Träumen passt, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Entdecken Sie unsere Hausmodelle oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch – der erste Schritt auf dem Weg zu Ihrem eigenen Zuhause könnte kleiner sein, als Sie denken.










